Bild folgtKI-generierte IllustrationAchillea clavennae
Auch bekannt als: Almwermut, Weiße Schafgarbe, Weißer Speik, Steinraute
28
Arten
interagieren
74
Interaktionen
dokumentiert
An ihrem silbrig-weißfilzigen Laub und den strahlend weißen Blütenköpfchen lässt sich die Bittere Schafgarbe (Achillea clavennae) sofort erkennen. Diese alpine Staude ist eine wertvolle Bereicherung für Deinen Garten, da sie als wichtige Nektarquelle für spezialisierte Schmetterlinge dient. Besonders Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) suchen die Pflanze gezielt auf. Da sie ursprünglich aus den Gebirgen stammt, bringt sie eine robuste Eleganz in trockene Gartenbereiche. Mit ihrer Wahl förderst Du gezielt seltene Insekten der Bergregionen. Du wirst feststellen, dass dieser Überlebenskünstler erstaunlich wenig Pflege benötigt.
Silbriger Alpentraum: Eine lebenswichtige Tankstelle für seltene Scheckenfalter.
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Die Bittere Schafgarbe ist ein Magnet für eine Vielzahl seltener Schmetterlingsarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren besonders der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Östliche Scheckenfalter (Melitaea aetherie) von ihrem Nektar. Auch der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) sowie der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) nutzen diese Art als wichtige Energiequelle. Sogar der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und verschiedene Moorfalter wurden als Besucher registriert. Durch ihre Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) trägt die Pflanze wesentlich zur Bodengesundheit und zur Stabilisierung des Mikro-Ökosystems in Deinem Garten bei. Die Blütezeit von Mai bis September sichert über die gesamte Sommersaison ein stabiles Nahrungsangebot.
Die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft, da der Kontakt mit den Pflanzensäften bei empfindlichen Personen Hautreizungen hervorrufen kann. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund des charakteristischen silbrigen Laubs kaum. Dennoch sollte sie in Gärten mit sehr kleinen Kindern eher im Hintergrund oder in Steingartenbereichen platziert werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.14 m
Wähle einen vollsonnigen Standort, der einem Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) entspricht.
Der Boden sollte unbedingt durchlässig, eher nährstoffarm und kalkhaltig sein.
Pflanze die Schafgarbe im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Achte darauf, Staunässe konsequent zu vermeiden, da die Wurzeln sonst faulen können.
Die Pflanze nutzt eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine nützliche Pilz-Wurzel-Symbiose, um Nährstoffe effizienter aufzunehmen.
Gießen ist nur bei extremer, lang anhaltender Trockenheit notwendig.
Ein Rückschnitt der verblühten Stängel im Spätsommer erhält die Form des Polsters.
Eine Vermehrung ist durch Teilung im Frühjahr oder Aussaat möglich.
Gute Partnerin: Die Berg-Aster (Aster amellus) – beide teilen die Vorliebe für kalkreiche Standorte und ergänzen sich wunderbar in der Blütezeit.
Auch das Kalk-Blaugras (Sesleria caerulea) passt ökologisch hervorragend, da es in der Natur oft in derselben Pflanzengesellschaft vorkommt.
Die Bittere Schafgarbe gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in den Kalkalpen von Deutschland, Österreich und der Schweiz zu Hause. Ihr natürlicher Lebensraum sind sonnige Felsfluren und Schutthalden in der alpinen Höhenstufe. Markant ist die dichte, seidige Behaarung der Blätter, die als Verdunstungsschutz dient. Botanisch zeichnet sie sich durch ihre lockere Polsterbildung aus, wobei die Blütenstände bis zu 25 Zentimeter hoch werden können. Als Gebirgspflanze ist sie perfekt an nährstoffarme, mineralische Böden angepasst.
13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
15 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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