Bild folgtKI-generierte IllustrationAzolla filiculoides
Auch bekannt als: Grosser Algenfarn
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Mit seinen winzigen, schuppenförmigen Blättern fällt der Große Algenfarn (Azolla filiculoides) sofort auf, wenn er als dichter, moosartiger Teppich auf der Wasseroberfläche treibt. Er ist für den Naturgarten besonders wertvoll, da er durch eine Symbiose (Lebensgemeinschaft zum gegenseitigen Vorteil) mit Blaualgen Stickstoff aus der Luft bindet und so als natürlicher Dünger und Nährstofffilter wirkt. Nach aktuellen Beobachtungsdaten dient die Pflanze als Nahrung für den Sumpfbiber (Myocastor coypus). In deinem Teich hilft er dabei, das Algenwachstum durch Beschattung und Nährstoffentzug zu begrenzen. Wenn du die Wasserqualität auf natürliche Weise stabilisieren möchtest, ist dieser schwimmende Farn eine ideale Wahl für dich.
Der grüne Wasserteppich: Natürlicher Nährstoffschlucker für einen klaren Teich.
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Der Große Algenfarn übernimmt in stehenden Gewässern eine wichtige Funktion als Biofilter, indem er überschüssige Nährstoffe direkt aus dem Wasser aufnimmt. Nach aktuellen Daten zur Tier-Pflanze-Beziehung profitiert vor allem der Sumpfbiber (Myocastor coypus) von den dichten Beständen, da er die Pflanzenteppiche als Nahrungsquelle nutzt. Durch die Beschattung der Wasseroberfläche verhindert der Farn eine übermäßige Erwärmung des Wassers im Sommer, was den Sauerstoffgehalt stabilisiert. Spezifische Daten zu Bestäubern oder Schmetterlingsraupen liegen für diese Art nicht vor. Unter Wasser bieten die feinen Wurzelstrukturen jedoch einen geschützten Lebensraum für aquatische Kleinstlebewesen.
Der Große Algenfarn wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt primär an seiner Eigenschaft, die Wasseroberfläche mit einem dichten Teppich zu bedecken, was für Kinder wie eine feste Bodenfläche wirken kann und somit ein erhebliches Ertrinkungsrisiko darstellt. Die Pflanze selbst ist nach aktuellem Wissensstand ungiftig, sollte jedoch nicht für den Verzehr verwendet werden.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Aug – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.02 m
Damit der Große Algenfarn in deinem Garten gut gedeiht, solltest du folgende Punkte beachten:
Standort: Er bevorzugt einen Platz im Halbschatten (diffuses Licht ohne direkte Mittagssonne).
Wasser: Da er ein Schwimmfarn ist, benötigt er dauerhaft feuchte Bedingungen in Form einer offenen Wasserfläche.
Boden/Nährstoffe: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt er nährstoffreiches oder gefettes Wasser, um seine volle Vitalität zu entfalten.
Pflanzzeit: Die beste Zeit zum Einsetzen ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Pflege: Da er sehr wüchsig ist, solltest du die Bestände regelmäßig mit dem Kescher ausdünnen, damit nicht die gesamte Teichoberfläche versiegelt wird.
Überwinterung: Die Pflanze überdauert den Winter oft durch Sporen am Teichgrund oder in milden Gebieten als grüne Rosette.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Krebsschere (Stratiotes aloides). Diese heimische Wasserpflanze besetzt die tieferen Wasserschichten und teilt die Vorliebe für nährstoffreiche Standorte, wodurch beide Arten gemeinsam zur Klärung des Wassers beitragen.
Der Große Algenfarn gehört zur Familie der Schwimmfarngewächse (Salviniaceae) innerhalb der Ordnung der Salviniales. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Neophyt (nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) etabliert und besiedelt bevorzugt stehende, nährstoffreiche Gewässer. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet er sich durch seine verzweigten Sprossachsen aus, die mit wasserabweisenden Haaren besetzt sind. Da er keine Blüten bildet, erfolgt die Vermehrung über Sporen (winzige Fortpflanzungseinheiten) oder durch die einfache Teilung der Schwimmteppiche.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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