Bild folgtKI-generierte IllustrationAvenella flexuosa
Auch bekannt als: Geschlängelte Schmiele, Draht-Schmiele, Drahtschmiele
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Typisch für das Schmielen-Gras (Avenella flexuosa) sind seine haardünnen, sattgrünen Blätter, die anmutige, dichte Horste (kompakte Pflanzenpolster) bilden. Dieses zierliche Gras ist weit mehr als nur ein Lückenfüller, denn es dient spezialisierten Schmetterlingen wie dem Graubindigen Mohrenfalter (Erebia aethiops) als lebensnotwendige Kinderstube. Auch der Mauerfuchs (Lasiommata megera) nutzt es gezielt als Nahrungsquelle für seine Raupen. In deinem Garten sorgt es für Struktur an Standorten, die vielen anderen Pflanzen zu nährstoffarm sind. Wenn du eine halbschattige Ecke mit magerem Boden hast, triffst du mit dieser Art genau die richtige Wahl für die Artenvielfalt.
Filigrane Kinderstube für Mohrenfalter und Mauerfuchs an mageren Standorten.
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Nach aktuellen Bestäubungs- und Beobachtungsdaten ist dieses Gras eine zentrale Futterpflanze für die Raupen zahlreicher Falter. Dazu gehören die Große Veränderliche Grasbüscheleule (Apamea monoglypha), die Noctua orbona und die Tholera cespitis. Auch das Bunte Halmeulchen (Oligia versicolor) und die Apamea unanimis profitieren direkt von dieser Pflanze. Besonders hervorzuheben ist die Bedeutung für den Graubindigen Mohrenfalter (Erebia aethiops) und den Mauerfuchs (Lasiommata megera). Als weiterer seltener Gast lässt sich der Waldteufel (Erebia pronoe) an der Pflanze beobachten. Die feinen Samen bieten zudem im Winter Nahrung für Vögel.
Keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten bekannt. Die Pflanze selbst ist ungiftig, wird jedoch aufgrund ihrer scharfkantigen Blattränder nicht als uneingeschränkt kindersicher eingestuft. Beim unvorsichtigen Hantieren mit den feinen Blättern können kleine Schnittverletzungen an der Haut entstehen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Nov
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Das Schmielen-Gras ist ein genügsamer Bewohner für naturnahe Gartenbereiche.
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten.
Boden: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer und gedeiht am besten auf magerem (nährstoffarmem) Boden.
Feuchtigkeit: Die Erde sollte frisch sein, was einer mäßigen, gleichmäßigen Feuchtigkeit ohne Staunässe entspricht.
Pflanzzeit: Setze das Gras idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht zu empfehlen. Die Halme dienen Insekten als Winterquartier.
Vermehrung: Eine Teilung der Horste im zeitigen Frühjahr ist die einfachste Methode.
Kombinationsempfehlung: Als Partnerin eignet sich die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus). Beide teilen die Vorliebe für saure, magere Böden und bilden im Halbschatten eine ökologisch wertvolle Lebensgemeinschaft.
Das Schmielen-Gras (Avenella flexuosa) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst lichte Wälder und Heiden, wobei es kalkarme, saure Standorte bevorzugt. Ein markantes Merkmal sind die geschlängelten Halmverzweigungen seiner lockeren Blütenrispen (verzweigte Blütenstände), die ihm eine filigrane Optik verleihen. Es wächst ausdauernd und bleibt an seinem Standort treu, ohne lästige Ausläufer zu bilden.
7 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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