Bild folgtKI-generierte IllustrationAtriplex patula
Auch bekannt als: Ruten-Melde, Atriplex hastata subsp. patula, Atriplex hastata var. patula, Gewöhnliche Melde, Spreizmelde, Gemeine Melde, Ruten Melde, Chenopodium angustifolium (Sm.) E.H.L. Krause, Ausgebreitete Melde
3
Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
An den charakteristisch waagerecht abstehenden Ästen und den spießförmigen Blättern lässt sich die Spreizende Melde (Atriplex patula) sofort erkennen. Sie ist eine oft unterschätzte Helferin im Naturgarten, die besonders auf nährstoffreichen Böden prächtig gedeiht. Als wichtige Raupenfutterpflanze für den Violettbraunen Saumfalter und Anlaufstelle für den Braunkolbigen Braun-Dickkopffalter (Thymelicus sylvestris) leistet sie einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt. Auch das Windengeistchen (Emmelina monodactyla) zählt zu ihren regelmäßigen Gästen. Wenn du eine robuste, heimische Pflanze suchst, die deinen Boden anzeigt und Insekten nährt, solltest du ihr ein Plätzchen in deinem Garten gönnen.
Heimische Kraftquelle für den Violettbraunen Saumfalter und hungrige Wintervögel.
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Für die lokale Tierwelt ist diese Melde weitaus bedeutender, als ihr schlichtes Äußeres vermuten lässt. Sie dient als spezialisierte Raupenfutterpflanze für den Violettbraunen Saumfalter, dessen Nachwuchs auf solche Wildkräuter angewiesen ist. Zudem besuchen Falter wie der Braunkolbige Braun-Dickkopffalter (Thymelicus sylvestris) und das Windengeistchen (Emmelina monodactyla) die Bestände. Nach der Blüte entwickeln sich zahlreiche Samen, die im Winter eine lebensnotwendige Fettquelle für heimische Singvögel darstellen. Da die Art in der Region nicht gefährdet ist (Rote Liste *), stabilisiert sie das ökologische Gefüge in deinem Garten ohne besonderen Schutzbedarf.
Die Spreizende Melde wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft, weshalb Vorsicht geboten ist, wenn kleine Kinder im Garten spielen. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit dem Weißen Gänsefuß (Chenopodium album), der jedoch meist straffer aufrecht wächst. Achte auf die weit abspreizenden unteren Seitenzweige, die für die Spreizende Melde typisch sind.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.53 m
Die Spreizende Melde benötigt einen vollsonnigen Standort, um ihre volle Vitalität zu entfalten. * Wähle einen Platz mit frischem Boden, was in der Gärtnersprache einer mäßig feuchten Erde entspricht. * Da sie ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist, sollte der Boden fett und nährstoffreich sein; Kompostgaben vor der Pflanzung sind ideal. * Die beste Pflanz- oder Aussaatzeit liegt zwischen März und Mai, sobald der Boden offen und bearbeitbar ist. * Eine Mykorrhiza (Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen) geht diese Art nicht ein (NM-Status), sie ist also ein Selbstversorger. * Da sie einjährig ist, stirbt sie im Winter ab und erhält sich durch Selbstaussaat. * Lass die verblühten Stände im Herbst stehen, damit die Samen ausreifen können. * Kombinationsempfehlung: Die Weiße Lichtnelke (Silene latifolia) ist eine hervorragende Partnerin. Beide teilen die Vorliebe für nährstoffreiche Standorte und bilden zusammen eine ökologisch wertvolle Gemeinschaft für Insekten.
Die Spreizende Melde (Atriplex patula) gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als indigen (einheimisch) oder Archäophyt (vor 1492 eingewandert) eingestuft. Sie besiedelt bevorzugt Ruderalflächen (vom Menschen geprägte Rohböden) und Gärten. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren einjährigen Wuchs und die namensgebende spreizende Verzweigung aus. Die Blüten sind eher unscheinbar und grünlich, was typisch für windbestäubte Pflanzen dieser Gruppe ist.
3 Videos zu Spreizende Melde



2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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