Bild folgtKI-generierte IllustrationAstragalus penduliflorus
Auch bekannt als: Astragalus penduliflorus
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Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist der Blasen-Tragant durch seine hängenden, gelben Schmetterlingsblüten und die später namensgebenden, auffällig aufgeblasenen Fruchthülsen. Diese seltene Wildpflanze ist ein ökologischer Schatz, da sie auf der Roten Liste steht und spezialisierten Faltern wie dem Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) als Lebensgrundlage dient. Mit ihrer Vorliebe für karge, trockene Standorte zeigt sie dir, dass wahre Schönheit oft auf magerem Grund gedeiht. Wenn du diese Kostbarkeit in deinem Garten ansiedelst, leistest du einen echten Beitrag zum Artenschutz. Du wirst staunen, wie viel Leben diese alpine Besonderheit auf kleinstem Raum anzieht.
Alpine Seltenheit: Ein Überlebenskünstler für trockene Sonnenplätze.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Blasen-Tragant eine unverzichtbare Nektarquelle für hochspezialisierte Schmetterlinge wie Polyommatus fulgens und Polyommatus humedasae. Auch der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) profitiert direkt von seinem Angebot. Da die Pflanze zur Familie der Hülsenfrüchtler gehört, reichern ihre Wurzeln in Zusammenarbeit mit Knöllchenbakterien den Boden auf natürliche Weise mit Stickstoff an, was sie zu einer Pionierpflanze macht. Die Samen in den markanten Blasenfrüchten dienen zudem im Winter als wichtige Energiequelle für kleine Vögel, wenn andere Nahrungsquellen bereits erschöpft sind.
Bitte beachte, dass der Blasen-Tragant nicht als kindersicher eingestuft ist und Teile der Pflanze bei Verzehr problematisch sein können. In Gärten mit kleinen Kindern solltest du ihn daher eher in den Hintergrund oder in unzugängliche Bereiche pflanzen. Eine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Pflanzen besteht durch die charakteristischen Blasenfrüchte kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.39 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze als Lichtpflanze viel Strahlung benötigt.
Boden: Der Untergrund muss mager und sehr durchlässig sein. Er ist ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) und verträgt keine zusätzliche Düngung.
Feuchtigkeit: Er liebt Trockenheit; Staunässe führt schnell zum Absterben der Wurzeln.
Pflanzzeit: Setze ihn im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Symbiose: Die Pflanze nutzt eine AM-Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen), weshalb du den Boden um die Pflanze herum möglichst nicht stören solltest.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich. Lass die verblühten Stände über den Winter stehen, um Insekten Quartiere zu bieten.
Partner: Gute Nachbarn sind die Karthäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) oder das Echte Labkraut (Galium verum), da diese Arten ebenfalls auf trockenen Magerstandorten vorkommen und das ökologische Gefüge ergänzen.
Der Blasen-Tragant (Astragalus penduliflorus) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in den Gebirgsregionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und lichte Kiefernwälder auf kalkhaltigem Untergrund. Morphologisch zeichnet er sich durch seine unpaarig gefiederten Blätter und die nickenden Blütenstände aus. Als Indigen (einheimische Art) ist er perfekt an das hiesige Klima angepasst, gilt jedoch aufgrund schwindender Lebensräume als extrem selten.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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