Bild folgtKI-generierte IllustrationArmoracia rusticana
Auch bekannt als: Kren
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Arten
interagieren
23
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Meerrettich (Armoracia rusticana) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Mit seinen bis zu einen Meter langen, am Rand gewellten Blättern und den dichten, weißen Blütenwolken ist er eine imposante Erscheinung. Im Naturgarten ist er besonders wertvoll, da er als wichtige Kinderstube für Schmetterlinge wie den Großen Kohlweißling (Pieris rapae) dient. Auch der Aurorafalter besucht die Blüten von Mai bis Juli gerne, um Energie zu tanken. Die Pflanze ist ein robuster Überlebenskünstler, der dir über Jahre hinweg Freude bereitet. Wenn du einen feuchten, nährstoffreichen Platz im Garten hast, machst du mit seiner Pflanzung alles richtig.
Scharfe Wurzel und wichtige Kinderstube für den Kohlweißling.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Meerrettich ein wichtiger Lebensraum für spezialisierte Insekten. Er dient als Raupenfutterpflanze für den Großen Kohlweißling (Pieris rapae), dessen Fortbestand somit direkt durch die Pflanze gefördert wird. Während der Blütezeit zwischen Mai und Juli finden sich weitere Besucher ein, darunter der Aurorafalter und die Rübsenblattwespe. Interessant ist, dass die Pflanze den Mykorrhiza-Status NM (nicht-mykorrhizierend) besitzt, also keine Symbiose mit Bodenpilzen eingeht. Dies ist typisch für viele Kreuzblütler und macht ihn zu einem unabhängigen Akteur im Ökosystem deines Gartens, der vor allem für Blattwespen und Weißlinge eine verlässliche Nahrungsquelle bietet.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft. Die enthaltenen Senföle verleihen ihr zwar die typische Schärfe, können aber bei Hautkontakt oder Verzehr durch Kinder Reizungen an Schleimhäuten und Augen verursachen. Eine Verwechslung mit dem Krausen Ampfer (Rumex crispus) ist vor der Blüte möglich, doch der Meerrettich lässt sich durch den stechenden Geruch der zerriebenen Blätter eindeutig identifizieren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.88 m
Wähle einen Standort in der vollen Sonne, damit die Pflanze ihre volle Kraft entfalten kann.
Der Boden sollte „frisch“ sein, was in der Gärtnersprache mäßig feucht bedeutet – die Erde darf also nie ganz austrocknen.
Da der Meerrettich ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) ist, benötigt er einen sehr nährstoffreichen, „fetten“ Boden.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Vermehren lässt er sich unkompliziert über Seitenwurzeln, sogenannte Fechser.
Achte auf ausreichend Platz, da er mit seinen großen Blättern und dem starken Wurzeldrang Raum beansprucht.
Im Sommer hilft eine Mulchschicht, die Feuchtigkeit gleichmäßig im Boden zu halten.
Ein Rückschnitt ist erst erforderlich, wenn das Laub im Spätherbst welk wird.
Gute Partnerin: Der Echte Beinwell (Symphytum officinale).
Diese Kombination ist ökologisch sinnvoll, da beide Arten ähnliche Ansprüche an einen feuchten, nährstoffreichen Standort stellen und sich gegenseitig nicht verdrängen.
Der Meerrettich (Armoracia rusticana) gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und zur Ordnung der Kreuzblütlerartigen (Brassicales). In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird er als Neophyt (eine nach dem Jahr 1492 eingeführte Pflanzenart) eingestuft, ist aber in der gesamten Region fest etabliert. Sein typischer Lebensraum sind feuchte Wiesen, Uferbereiche und Wegränder. Charakteristisch für diese ausdauernde, krautige Pflanze ist die fleischige, dicke Pfahlwurzel, die tief in den Boden reicht. Die weißen, vierzähligen Blüten stehen in reich verzweigten, traubigen Blütenständen.
4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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