Bild folgtKI-generierte IllustrationArabis hirsuta
Auch bekannt als: Rauhe Gänsekresse, Rauhhaarige Gänsekresse, Behaarte Gänsekresse, Rauhaarige Gänsekresse
Artengruppe
8
Arten
interagieren
8
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist die Behaarte Gänsekresse durch ihren streng aufrechten Wuchs und die namensgebende, dichte Behaarung an Stängel und Blättern. In deinem Naturgarten übernimmt sie eine lebenswichtige Rolle als Kinderstube für den Aurorafalter (Anthocharis cardamines), dessen Raupen auf diese Pflanze angewiesen sind. Die zierlichen weißen Blüten erscheinen bereits im zeitigen Frühjahr und setzen Akzente auf mageren Flächen. Da sie mit extrem wenig Wasser und Nährstoffen auskommt, ist sie die ideale Wahl für sonnige Problemstellen. Du wirst sehen, wie schnell sich dieses heimische Wildkraut in deine Gartenlandschaft integriert.
Wichtige Kinderstube für den Aurorafalter und Spezialistin für trockene Böden.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Behaarte Gänsekresse eine unverzichtbare Raupenfutterpflanze für den Aurorafalter (Anthocharis cardamines). Die Falterweibchen nutzen die Pflanze gezielt zur Eiablage, damit die schlüpfenden Raupen sofort Nahrung finden. In der Blütezeit von April bis Mai dient sie zudem verschiedenen Wildbienen als Nektarquelle in einer Phase, in der das Nahrungsangebot oft noch knapp ist. Da sie im Winter ihre Samenstände behält, bietet sie kleinen Insekten wichtige Rückzugsorte. Durch ihre Genügsamkeit fördert sie die Biodiversität gerade dort, wo anspruchsvollere Zierpflanzen versagen.
Die Behaarte Gänsekresse wird als nicht kindersicher eingestuft. Sie enthält Senföle, die bei Verzehr zu leichten Magen-Darm-Beschwerden führen können und auf empfindlicher Haut unter Umständen Reizungen hervorrufen. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.37 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Gänsekresse viel Licht benötigt.
Boden: Der Untergrund sollte ein Magerer Boden (nährstoffarm) sein; herkömmliche Blumenerde ist meist zu fett.
Feuchtigkeit: Als Pflanze für trockene Standorte benötigt sie kaum zusätzliches Gießen; Staunässe muss vermieden werden.
Pflanzzeit: Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Auf Dünger solltest du komplett verzichten, da die Pflanze ein Schwachzehrer ist und bei zu viel Stickstoff an Standfestigkeit verliert.
Vermehrung: Sie sorgt durch Selbstaussaat für ihren Fortbestand, wenn du die Samenstände im Sommer ausreifen lässt.
Winter: Die Pflanze ist winterhart und benötigt keinen Frostschutz.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist der Arznei-Thymian (Thymus pulegioides). Beide teilen sich den Lebensraum im Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und ergänzen sich optisch wie ökologisch hervorragend.
Die Behaarte Gänsekresse (Arabis hirsuta) gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und ist eine typische Art der Kalkmagerrasen (artenreiche Wiesen auf kalkhaltigem Untergrund). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt trockene, sonnige Standorte. Die Pflanze wächst zweijährig bis ausdauernd und bildet im ersten Jahr eine flache Blattrosette aus. Ein markantes Merkmal für Kenner sind die schmalen Schotenfrüchte, die nach der Blüte fast parallel zum Stängel steil nach oben stehen.
1 Video zu Behaarte Gänsekresse (Artengruppe)

6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
1 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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