Bild folgtKI-generierte IllustrationAnthyllis vulneraria subsp. carpatica
Auch bekannt als: Anthyllis vulneraria subsp. carpatica
3
Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem faellt der Karpaten-Wundklee durch seine dichten, kugeligen Bluetenkoepfe auf, die in einem sanften Gelb leuchten und von weich behaarten Hochblaettern gestuetzt werden. Diese Pflanze ist ein unverzichtbarer Baustein fuer deinen Naturgarten, da sie spezialisierten Schmetterlingen wie dem Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) als wichtige Nektarquelle dient. Als Stickstoffsammler verbessert sie zudem die Bodenqualitaet auf ganz natuerliche Weise, ohne dass du duengen musst. Wenn du einen sonnigen, trockenen Platz hast, an dem andere Pflanzen aufgeben, fuehlt sich dieser Huelsenfruechtler erst richtig wohl. Hol dir dieses Stueck heimische Wildnis in den Garten und unterstuetze aktiv den Erhalt gefaehrdeter Arten.
Magnet fuer seltene Blaeulinge: Der robuste Wundklee fuer sonnige Magerbeete.
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Nach aktuellen Bestaeubungsdaten ist der Karpaten-Wundklee eine existenzielle Nahrungsquelle fuer seltene Falterarten. Insbesondere die Blaeulinge Polyommatus fulgens und Polyommatus humedasae sowie der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) profitieren von seinem Nektarangebot. Da er in der Roten Liste Deutschlands (Status D) gefuehrt wird, hat jede Ansiedlung im Garten eine hohe Schutzrelevanz. Die Pflanze bindet mithilfe von Knoellchenbakterien Stickstoff aus der Luft und wirkt so als natuerlicher Bodenverbesserer. Im Winter bieten die vertrockneten Bluetenstaende wertvolle Verstecke fuer ueberwinternde Insekten, weshalb du sie erst im Fruehjahr zurueckschneiden solltest.
Auffaellig ist, dass der Karpaten-Wundklee laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft wird. Er enthaelt Saponine (seifenartige Pflanzenstoffe), die bei Verzehr zu Unvertraeglichkeiten fuehren koennen; erklaere dies neugierigen Kindern am besten direkt vor Ort. Eine Verwechslung mit giftigen Arten ist aufgrund der charakteristischen, flauschig unterlegten Bluetenkoepfe nahezu ausgeschlossen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.13 m
Fuer den Karpaten-Wundklee solltest du den sonnigsten Platz in deinem Garten reservieren. Er liebt trockene Standorte und ist ein klassischer Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Naehrstoffbedarf), was bedeutet, dass er auf magerem Boden am besten gedeiht. * Boden: Durchlaessig und kalkhaltig; schwere Lehmboeden solltest du mit Sand abmagern. * Pflanzzeit: Setze ihn von Maerz bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist. * Mykorrhiza: Die Pflanze nutzt eine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen), um Wasser und Naehrstoffe effizienter aufzunehmen. * Pflege: Duengen ist tabu, da er sonst mastig waechst und seine Standfestigkeit verliert. * Vermehrung: Er versamt sich an offenen Bodenstellen gerne selbst. * Kombinationsempfehlung: Ein idealer Partner ist der Wiesensalbei (Salvia pratensis) – beide teilen die Vorliebe fuer kalkreiche, sonnige Standorte und ergaenzen sich wunderbar in ihrer Wuchsform.
Der Karpaten-Wundklee (Anthyllis vulneraria subsp. carpatica) gehoert zur Familie der Huelsenfruechtler (Fabaceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz heimisch. Er besiedelt vorzugsweise Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Boeschungen auf kalkhaltigem Untergrund. Ein markantes Merkmal sind seine unpaarig gefiederten Blaetter, bei denen das Endblatt deutlich groesser ausfaellt als die seitlichen Blattpaare. Als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingefuehrt wurde oder einwanderte) ist er fest in unserer Kulturlandschaft verwurzelt.
1 Video zu Karpaten-Wundklee

3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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