Bild folgtKI-generierte IllustrationAndricus dentimitratus (Rejtö, 1887)
Rejtö, 1887
2
Pflanzen
besucht
5
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtspflanzen
bekannt
Diese Gallwespe (Andricus dentimitratus) erkennt man am ehesten an ihren bizarren, hutähnlichen Pflanzengallen, die an kleine, gezahnte Mützen erinnern. Als winziges Insekt führt sie ein verborgenes Leben, wobei ihre Anwesenheit meist erst durch diese charakteristischen Wucherungen an den Gehölzen auffällt. Die Larven entwickeln sich im Inneren dieser schützenden Hüllen, wo sie sich von dem nährstoffreichen Pflanzengewebe ernähren. Die geflügelten Insekten sind nach dem Schlupf nur für kurze Zeit aktiv, um die Paarung und Eiablage zu vollziehen. In der Natur spielen sie eine wichtige Rolle als Teil eines komplexen Nahrungsnetzes, da sie anderen spezialisierten Insekten als Nahrung dienen. Für das biologische Gleichgewicht in deinem Garten sind sie eine Bereicherung, da sie zur Artenvielfalt (Biodiversität) beitragen. Du musst dir keine Sorgen um die Vitalität deiner Bäume machen, da diese durch die Gallenbildung in der Regel nicht ernsthaft beeinträchtigt werden. Am besten lässt du herabgefallene Gallen einfach liegen, um den Entwicklungszyklus dieser faszinierenden Wesen nicht zu stören.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Diese Gallwespe ist für Menschen und Haustiere vollkommen harmlos, da sie weder stechen noch beissen kann. Ein Handlungsbedarf in deinem Garten besteht nicht, da die Tiere keinen Schaden anrichten und ein natürlicher Teil des Ökosystems sind.
Die Art gehört zur Familie der Gallwespen (Cynipidae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sie ist eng an die Flaum-Eiche sowie die Kreuzung Quercus petraea × pubescens gebunden. An diesen Gehölzen induziert (hervorruft) sie durch gezielte Eiablage die Bildung charakteristischer Pflanzengallen. Dieser hochspezialisierte Lebenszyklus ist typisch für die Gattung Andricus innerhalb der Ordnung der Hautflügler.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →