Bild folgtKI-generierte IllustrationAgrius convolvuli
Wer den Windenschwärmer (Agrius convolvuli) einmal beobachtet hat, vergisst ihn nicht: Mit einer Flügelspannweite von bis zu 12 Zentimetern und seinem rasanten Schwirrflug vor Blüten wirkt er fast wie ein kleiner Kolibri. In unseren Gärten ist er ein regelmäßiger Gast, der als Wanderfalter (Schmetterling, der weite Strecken zurücklegt) aus dem Süden zu uns kommt. Typisch für diesen Nachtfalter ist sein graues Muster auf den Vorderflügeln, während der Hinterleib rosa und schwarze Querstreifen zeigt. Die Raupen leben oligophag (auf eine eng begrenzte Auswahl an Nahrungspflanzen spezialisiert) und fressen bevorzugt an der Acker-Winde (Convolvulus arvensis) oder der Echten Zaunwinde (Calystegia sepium). Wenn du den Falter fördern möchtest, solltest du diese Winden in einer Gartenecke dulden. Als Nektarquellen im Sommer und Herbst dienen heimische Nachtblüher wie das Echtes Seifenkraut (Saponaria officinalis) oder die Weiße Lichtnelke (Silene latifolia). Die Weibchen legen ihre Eier einzeln an den Blättern der Futterpflanzen ab. Nach der Fraßzeit vergraben sich die Raupen im Boden, um sich dort zu verpuppen. Da die Art als Puppe (Ruhestadium zwischen Raupe und Falter) im Erdreich überwintert, ist ein vorsichtiger Umgang mit Grabegabel und Spaten im Winter ratsam. In milden Regionen kann der Falter so den Winter überdauern und im nächsten Frühjahr schlüpfen.
Dieser Falter ist für den Menschen völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Er besitzt weder einen Stachel noch kann er beißen, sodass du ihn und seine großen Raupen bedenkenlos aus der Nähe beobachten kannst.
Der Windenschwärmer gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er vor allem als Sommergast bekannt, der zur Fortpflanzung aus dem Mittelmeerraum einwandert. Seine Färbung mit rosa-schwarz gestreiftem Hinterleib und grauen Vorderflügeln macht ihn unverwechselbar. Besonders auffällig ist sein extrem langer Saugrüssel, der im Ruhezustand eingerollt ist und im Flug tief in Blütenkelche reicht.
Körpergröße
large
Nahrung
oligophagous
Überwinterung
pupa
Temperatur
warm
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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