Bild folgtKI-generierte IllustrationAcrocephalus dumetorum Blyth, 1849
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Der Buschrohrsänger (Acrocephalus dumetorum) ist ein eher unscheinbar braun-grau gefärbter Singvogel, der durch seinen extrem vielseitigen und oft imitierenden Gesang auffällt. Als reiner Insektenfresser (Tier, das sich von Insekten und Spinnen ernährt) durchsucht er in Deinem Garten das dichte Gebüsch nach Nahrung. Ein besonderes Augenmerk legt er dabei auf die Acker-Kratzdistel, die er gezielt aufsucht. Sein Nest baut dieser geschickte Flieger meist in bodennaher, dichter Vegetation oder in niedrigen Sträuchern. Da er ein ausgeprägter Langstreckenzieher (Vogel, der zwischen fernen Winterquartieren und Brutgebieten pendelt) ist, erscheint er bei uns erst spät im Jahr. Du kannst diesem Gast helfen, indem Du wilde Ecken mit heimischen Gebüschen und Hochstaudenfluren (Flächen mit hochwachsenden, krautigen Pflanzen) erhältst. Ein naturnaher Garten ohne Pestizide (chemische Mittel zur Schädlingsbekämpfung) sichert ihm das Überleben. Auf künstliche Nistkästen verzichtet er, da er zu den Freibrütern (Vögel, die ihre Nester offen in der Vegetation errichten) gehört. Wenn Du ihn im Frühsommer hörst, achte auf die täuschend echten Nachahmungen anderer Vogelstimmen.
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Wie alle heimischen Singvögel ist der Buschrohrsänger nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Seine Nester dürfen weder beschädigt noch zerstört werden, was besonders beim Rückschnitt von Hecken im Sommer beachtet werden muss. Er reagiert empfindlich auf Störungen am Nistplatz.
Dieser Singvogel gehört zur Familie der Rohrsängerartigen (Acrocephalidae) innerhalb der Ordnung der Sperlingsvögel. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Osteuropa bis weit nach Asien, wobei er in Mitteleuropa ein seltener, aber zunehmender Brutvogel ist. Er bevorzugt feuchtes Gebüsch und Waldränder, weicht aber oft in gartenähnliche Strukturen aus. Vom fast identischen Sumpfrohrsänger lässt er sich im Feld am sichersten durch seinen langsameren, mit Pausen vorgetragenen Gesang unterscheiden.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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