Bild folgtKI-generierte IllustrationAceria erinea (Nalepa, 1891)
Nalepa, 1891
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Pflanzen
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Wirtspflanzen
bekannt
Die Walnuss-Filzmilbe (Aceria erinea) erkennen Sie im Garten am ehesten an den charakteristischen, beulenartigen Aufwölbungen auf der Oberseite der Blätter. Unter diesen Ausbuchtungen bildet sich auf der Blattunterseite ein dichter, weißlicher bis bräunlicher Filzrasen aus Pflanzenhaaren, das sogenannte Erineum (Haarwucherung). In diesem geschützten Raum leben die winzigen Gallmilben, die für das menschliche Auge fast unsichtbar bleiben. Diese Tiere ernähren sich als spezialisierte Pflanzensauger ausschließlich von den Zellsäften ihrer Wirtspflanze. Durch ihre Saugtätigkeit geben sie Stoffe ab, welche die Pflanze zur Bildung dieser gallenartigen Strukturen anregen. Ökologisch gesehen ist die Milbe ein faszinierendes Beispiel für eine enge Bindung zwischen Tier und Pflanze. Für Deinen Gartenbaum ist der Befall meist harmlos, da die Lebenskraft der Pflanze dadurch nicht wesentlich gemindert wird. Du musst daher keinerlei Maßnahmen ergreifen oder gar chemische Mittel einsetzen. Ein naturnaher Garten mit einer hohen Vielfalt an Nützlingen sorgt von selbst für ein stabiles Gleichgewicht. Genieße die Beobachtung dieser winzigen Architekten als Teil der natürlichen Vielfalt auf Deinem Grundstück.
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Die Walnuss-Filzmilbe ist für Menschen, Haustiere und die allgemeine Pflanzengesundheit absolut unbedenklich. Es besteht kein besonderer gesetzlicher Schutzstatus, aber auch keine Notwendigkeit zur Bekämpfung.
Aceria erinea ist eine Gallmilbe aus der Familie der Eriophyidae und in Mitteleuropa weit verbreitet. Die Art ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Belgien heimisch und auf ihre spezifische Wirtspflanze spezialisiert. Sie gehört zu den spezialisierten Pflanzensaugern, die durch biochemische Reize die Gewebebildung ihrer Wirte beeinflussen. Ihre taxonomische Einordnung erfolgt innerhalb der Ordnung der Trombidiformes (Laufmilbenverwandte).
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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