Bodendecker schützen vor Erosion und Austrocknung. Erfahre, wie du mit ihnen Unkraut unterdrückst und wertvolle Lebensräume schaffst.
In der Gartenplanung verstehen wir unter Bodendeckern niedrig wachsende Pflanzenarten, die darauf spezialisiert sind, offene Erdflächen schnell und dicht zu schließen. Anders als Solitärstauden wachsen sie oft in die Breite und bilden einen lebendigen Teppich.
Aus ökologischer Sicht ist der unbedeckte Boden in der Natur ein Ausnahmezustand (z. B. nach Erdrutschen). Die Natur versucht stets, diese Lücken zu schließen. Im Naturgarten greifen wir dieses Prinzip auf: Ökologie vor Optik. Anstatt Rindenmulch zu verwenden, lassen wir Pflanzen diese Schutzfunktion übernehmen.




Hier erfährst du, warum diese Pflanzen weit mehr sind als nur "Lückenfüller":
Um den Nutzen zu verdeutlichen, lohnt sich ein Blick auf die physikalischen Unterschiede:
| Faktor | Offener Boden / Rindenmulch | Bepflanzung mit Bodendeckern |
|---|---|---|
| Wasserhaushalt | Hohe Verdunstung, trocknet schnell aus | Hält Feuchtigkeit, wirkt kühlend |
| Bodenleben | Wenig Schutz für Mikroorganismen | Fördert Humusaufbau & Bodenleben |
| Erosion | Anfällig für Wind und Starkregen | Wurzeln stabilisieren das Erdreich |
| Pflege | Unkraut muss oft gejätet werden | Natürliche Barriere gegen Wildwuchs |
Im Video nennen wir Beispiele wie Immergrün, Günsel (Ajuga reptans) oder Teppichphlox. Aus der Perspektive des Naturgartens ist besonders der Kriechende Günsel hervorzuheben. Er ist heimisch, robust und eine fantastische Nektarquelle für Hummeln und Bienen im Frühling.
Nutze Bodendecker gezielt für schwierige Standorte wie schattige Ecken unter Bäumen oder steile Hänge, die schwer zu bearbeiten sind. So schaffst du ein stabiles, pflegeleichtes Ökosystem direkt vor deiner Haustür.
Es sind niedrig wachsende Pflanzen, die Flächen dicht begrünen. Sie schützen den Boden wie eine lebende Mulchschicht vor Umwelteinflüssen.
Ja. Durch ihren dichten Wuchs nehmen sie dem Unkraut das Licht, sodass unerwünschte Samen kaum keimen können.
Nein, meist seltener als offene Beete. Sie beschatten den Boden, reduzieren die Verdunstung und halten die Feuchtigkeit in der Erde.
Heimische Arten wie der Kriechende Günsel sind ideal. Sie bieten Nahrung für Bienen und Unterschlupf für Käfer und Spinnen.
Absolut. Ihr Wurzelwerk durchdringt den Boden und verhindert, dass Regen die Erde wegspült (Erosionsschutz).
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