Pflanze Echtes Labkraut (Galium verum) für das Taubenschwänzchen. Alles zu Standort, Pflege und Nutzen im Naturgarten. Honigduft garantiert!
Das Echte Labkraut (Galium verum) ist mehr als nur ein gelber Farbtupfer. Als Charakterart trockener, kalkreicher Wiesen ist es ein unverzichtbarer Baustein für funktionierende Biotope in deinem Garten. Hier erfährst du, wie du diese heimische Wildstaude erfolgreich ansiedelst und warum sie ökologisch so wertvoll ist.
Im Naturgarten geht es nicht nur um Ästhetik, sondern um messbaren ökologischen Nutzen. Das Echte Labkraut erfüllt hier gleich mehrere Funktionen. Es ist von der RHS als "Plants for Pollinators" gelistet, da die dichten, goldgelben Blütenwolken reichlich Nektar und Pollen bieten. Besonders Schwebfliegen und Wildbienen profitieren davon.
Noch wichtiger ist die Funktion als Raupenfutterpflanze. Das beliebte Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) legt seine Eier gezielt an Galium verum ab. Ohne diese Fraßpflanzen gibt es keine nächste Generation dieser faszinierenden Wanderfalter.




| Eigenschaft | Detail |
|---|---|
| Botanischer Name | Galium verum |
| Lichtbedarf | Vollsonnig bis licht halbschattig |
| Boden | Mager, durchlässig, trocken, kalkliebend |
| Wuchshöhe | 20–70 cm |
| Blütezeit | Juni bis September |
| Besonderheit | Intensiver Honigduft, bildet Ausläufer |
Damit sich das Labkraut wohlfühlt, musst du die Bedingungen eines Mager- oder Halbtrockenrasens simulieren. Staunässe ist der größte Feind dieser Pflanze.
Du kannst das Labkraut nutzen, um Lücken in bestehenden Wiesen zu schließen oder neue Magerbeete anzulegen. Es bildet lockere Matten, die sich wunderbar mit anderen Pflanzen verweben.
Früher wurde das Echte Labkraut wegen eines enthaltenen Enzyms zur Käseherstellung genutzt, um Milch dickzulegen (daher der Name "Labkraut"). Zudem färben die Blüten Wolle gelb und die Wurzeln rot – ein spannendes Detail, wenn du Besuchern deinen Garten erklärst.
Mit dem Echten Labkraut holst du dir einen robusten Dauerblüher in den Garten, der pflegeleicht ist und heimischen Insekten massiv hilft. Achte auf einen mageren Standort, und du wirst mit Honigduft und Schmetterlingen belohnt.
Es blüht von Juni bis September mit goldgelben, duftenden Rispen.
Einen mageren, durchlässigen und trockenen Boden. Es liebt Kalk und verträgt keine Staunässe.
Ja, es ist ein Magnet für Bienen und Schwebfliegen sowie eine wichtige Futterpflanze für die Raupen des Taubenschwänzchens.
Nein, niemals düngen. Zu viele Nährstoffe schaden der Pflanze und fördern konkurrierende Gräser.
Einmal jährlich nach der Samenreife (Spätsommer) oder besser im Frühjahr, um Winterquartiere für Insekten zu erhalten.
Erhältlich bei Gartenexpedition.de
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