Was ist der Unterschied zwischen Basaltmehl und Diabasmehl im Garten? Unser Ratgeber zeigt, welches Urgesteinsmehl deinen Boden und die Biodiversität am besten fördert.
Ein gesunder Naturgarten beginnt unter der Erdoberfläche. Wer auf chemische Dünger verzichtet und stattdessen auf die Kraft der Steine setzt, arbeitet im Einklang mit ökologischen Kreisläufen. Urgesteinsmehle sind dabei das „Slow Food“ für deinen Boden. Sie liefern zwar keinen Stickstoff, aber lebenswichtige Spurenelemente und Mineralien, die durch Verwitterung langsam freigesetzt werden.
Doch welcher „Gesteinsstaub“ ist der richtige für dein Projekt? Den Unterschied zwischen Basaltmehl und Diabasmehl im Garten zu kennen, spart Zeit und schont den Geldbeutel. Wie du grundsätzlich Naturnahe Beete anlegen & Boden verbessern: Tipps aus der Praxis umsetzt, haben wir bereits im Hauptartikel beleuchtet. Heute gehen wir in die Tiefe der Mineralogie.
Basalt ist ein dunkles, vulkanisches Ergussgestein. Es entsteht, wenn dünnflüssige Lava schnell abkühlt. In der ökologischen Gartenpflege ist es besonders geschätzt, wenn der Boden zu Auswaschungen neigt.
Vorteile von Basaltmehl:
Diabas, auch „Grünstein“ genannt, ist ein altes vulkanisches Gestein, das über Jahrmillionen durch Druck und Hitze verändert wurde. Es ist der Klassiker im Naturgarten, um einer schleichenden Bodenversauerung entgegenzuwirken.
Vorteile von Diabasmehl:
| Merkmal | Basaltmehl | Diabasmehl |
|---|---|---|
| Gesteinsart | Junges Vulkangestein | Altes, umgewandeltes Gestein |
| Hauptfokus | Magnesium & Eisen | Calcium & Kieselsäure |
| Bodenart | Sandig, leicht, humos | Sauer, schwer, lehmig |
| Farbe | Anthrazit bis Schwarz | Graugrün bis Dunkelgrau |
| Wirkung auf pH | Neutral bis schwach basisch | Deutlich basisch |
Ein mineralisch gut versorgter Boden ist die Basis für heimische Wildpflanzen. Urgesteinsmehl fördert das „Edaphon“ – die Gesamtheit der Bodenlebewesen.
Warum das für deinen Naturgarten wichtig ist:
Ob du dich für Basalt oder Diabas entscheidest, hängt letztlich von deiner Bodenanalyse ab. Ein einfacher pH-Test aus dem Baumarkt gibt dir hier die erste Richtung vor. Während Basalt eher der sanfte Versorger ist, agiert Diabas als kräftiger Strukturverbesserer.
Eine extreme Überdosierung kann den pH-Wert zu stark anheben, besonders bei Diabas. In der Regel sind 100-300g pro qm im Jahr aber sicher und fördern das Bodenleben nachhaltig ohne Schäden.
Nein. Pflanzen wie Rhododendren oder Heidelbeeren lieben sauren Boden. Da Urgesteinsmehle den pH-Wert leicht anheben, sollten sie dort nur sehr sparsam oder gar nicht eingesetzt werden.
Im Naturgarten reicht eine Gabe pro Jahr meist aus. Da die Mineralien langsam verwittern, baut sich ein Depot auf. Bei sandigen Böden ist eine jährliche Gabe im Frühling ideal.
Ja, fein über Blätter gestreut (Stäuben) wirkt es mechanisch gegen saugende Insekten. Zudem stärkt die enthaltene Kieselsäure die Zellwände, was Pflanzen widerstandsfähiger macht.
Hauptartikel: Naturnahe Beete anlegen & Boden verbessern: Tipps aus der Praxis




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