Erfahren Sie, warum Totholz im Naturgarten unverzichtbar ist. Wir erklären die Rolle von Insekten und Pilzen im Nährstoffkreislauf für einen gesunden Boden.
Im Juni, wenn das Pflanzenwachstum seinen Höhepunkt erreicht, bietet Totholz im Naturgarten ein stabiles Mikroklima. Wenn Holz stirbt, beginnt ein komplexer Prozess der biologischen Umwandlung. Pilze, darunter der Gemeine Spaltblättling (Schizophyllum commune), besiedeln das Holz und lockern die Struktur auf. Erst dadurch wird es für xylobionte – also holzbewohnende – Käfer zugänglich.
Diese Insekten sind auf das Holz als Fortpflanzungsstätte und Nahrungsquelle angewiesen. Der Balkenschröter (Dorcus parallelipipedus) beispielsweise ist auf morsche Laubholzstämme angewiesen, um dort seine Larven zu entwickeln. Durch das Bohren von Gängen im Holz sorgen diese Käfer und ihre Larven für eine Durchlüftung und Durchfeuchtung, was wiederum die Zersetzung durch Mikroorganismen beschleunigt. Dieser Prozess ist der zentrale Motor für die Bildung von Bodenfruchtbarkeit.
| Art | Ökologische Rolle | Anspruch an das Totholz |
|---|---|---|
| Gemeiner Spaltblättling (Schizophyllum commune) | Weißfäule-Pilz | Trockenes, stehendes oder liegendes Holz |
| Balkenschröter (Dorcus parallelipipedus) | Zersetzer (Larven) | Morsche Laubholzstämme, bodennah |
| Veränderlicher Widderbock (Phymatodes testaceus) | Totholz-Besiedler | Rindenbereiche an Laubgehölzen |
| Goldglänzender Rosenkäfer (Cetonia aurata) | Humusbildner | Kompost und moderndes Holz |
Im Gegensatz zum weit verbreiteten Elch (Alces alces), der in nordischen Wäldern als großer Landschaftsgestalter agiert, ist dein Garten ein kleiner Maßstab. Doch auch hier gilt: Jeder Ast, der im Kreislauf verbleibt, unterstützt die lokale Biodiversität unmittelbar.
Nein. Totholz besiedeln spezialisierte Arten, die ausschließlich totes Holz verwerten. Sie greifen keine gesunden, lebenden Pflanzen an.
Nein, ganz im Gegenteil. Pilze sind essenziell, um das Holz für Insekten aufzuschließen und Nährstoffe wieder in den Bodenkreislauf zurückzuführen.
Das Holz sollte so lange verbleiben, bis es vollständig zu Erde zerfallen ist. Dies kann je nach Holzart und Feuchtigkeit mehrere Jahre in Anspruch nehmen.
label_main_article: Naturgarten im Juni: Lebensraum für Insekten und Tiere schaffen
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