Erfahre, wie du Insekten im Garten überwintern fördern kannst. Tipps zu Totholz, Laub und Staudenschnitt für mehr Biodiversität im Naturgarten.
Ein gepflegter Garten im Winter sieht für viele Menschen ordentlich aus. Für die heimische Insektenwelt ist er jedoch eine ökologische Wüste. Wie die Studie belegt: So beeinflusst dein Garten das Insektensterben wirklich, haben private Grünflächen einen massiven Einfluss auf den Erhalt unserer Artenvielfalt. Besonders in der kalten Jahreszeit entscheidet sich, wie viele Bestäuber und Nützlinge im nächsten Frühjahr erwachen.
Insekten haben unterschiedliche Strategien entwickelt, um Frost zu überstehen. Manche produzieren körpereigenes Frostschutzmittel, andere suchen geschützte Hohlräume auf. Um das Ziel, Insekten im Garten überwintern fördern zu können, umzusetzen, müssen wir ihnen genau diese Rückzugsorte lassen oder neu erschaffen.
| Element im Garten | Funktion für Insekten | Hauptsächliche Zielgruppen |
|---|---|---|
| Verblühte Stauden | Hohlräume für Eiablage und Puppen | Wildbienen, Schwebfliegen |
| Laubhaufen | Isolierende Wärmeschicht am Boden | Laufkäfer, Faltheftel, Larven |
| Totholzstapel | Schutz vor Feuchtigkeit und Frost | Hirschkäfer, Wildbienen, Wespen |
| Trockenmauern | Wärmespeicher und tiefe Ritzen | Hummelköniginnen, Spinnen |
| Offene Bodenstellen | Frostfreie Grabstellen | Sandbienen, Grabwespen |
Um die Überlebenschancen deiner Gartenbewohner zu erhöhen, helfen bereits kleine Veränderungen in der Gartenpflege. Hier sind die effektivsten Schritte:
Ein Naturgarten ist kein statisches Gebilde, sondern ein Prozess. Insekten im Garten überwintern fördern bedeutet auch, die ästhetischen Ansprüche zurückzuschrauben. Ein „unordentlicher“ Garten voller vertrockneter Pflanzenreste ist in Wahrheit ein hochfunktionales Ökosystem.
Wildbienen, die in Stängeln überwintern, benötigen diese Struktur bis mindestens April. Wer zu früh aufräumt, vernichtet die gesamte nächste Generation. Vertraue auf die Natur: Die braunen Farben des Herbstes sind der Schutzmantel für das bunte Leben im kommenden Jahr. Jedes Blatt, das liegen bleibt, ist ein kleiner Beitrag gegen das weltweite Insektensterben.
Idealerweise erst im Frühjahr, wenn die Temperaturen konstant über 10 Grad liegen. Viele Insekten schlüpfen erst dann aus den hohlen Pflanzenstängeln oder dem schützenden Laub.
Nur bedingt. Viele Modelle sind falsch konstruiert. Natürliche Strukturen wie Totholz, markhaltige Stängel und Laubhaufen sind effektiver, um Insekten im Garten überwintern fördern zu können.
Laub isoliert den Boden gegen Frost. Unter der Schicht finden Laufkäfer, Spinnen und Larven wichtigen Schutz. Wer es ordentlich mag, kehrt das Laub einfach unter Hecken oder auf Beete.
Vor allem solitäre Wildbienen nutzen markhaltige Stängel von Brombeeren oder Holunder. Sie legen dort ihre Eier ab, die Larven entwickeln sich über den Winter und schlüpfen im warmen Frühjahr.
Hauptartikel: Studie belegt: So beeinflusst dein Garten das Insektensterben wirklich




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