Igelhaus selber bauen: Die Anleitung für langlebige Winterquartiere aus Holz oder Stein. Schütze den Igel in deinem Naturgarten effektiv vor Kälte und Feinden.
Der natürliche Lebensraum für Igel schwindet zunehmend. In aufgeräumten Gärten fehlen oft dichte Hecken und Totholzhaufen, die als Winterquartier dienen könnten. Wer die Artenvielfalt fördern möchte, sollte daher aktiv werden. Diese Igelhaus selber bauen Anleitung zeigt dir, wie du mit handwerklichen Mitteln einen ökologisch wertvollen Unterschlupf schaffst.
Als Ergänzung zu unserem Grundlagenartikel Igel im Garten: Anleitung für Lebensraum und Winterquartier fokussieren wir uns hier rein auf die bauliche Umsetzung zweier Varianten: Das klassische Holzhaus und die dauerhafte Steinburg.
Ein Igelhaus ist kein Dekorationsobjekt. Es ist eine Überlebenskapsel. Während des Winterschlafs senkt der Igel seine Körpertemperatur drastisch ab. Ist das Haus schlecht isoliert oder zieht es hinein, verbraucht das Tier zu viel seiner kritischen Fettreserven, um nicht zu erfrieren. [cite: 19-25] Die biologische Funktion – Wärmeisolierung und Trockenheit – steht daher immer über der ästhetischen Gestaltung.
Holz bietet hervorragende Isoliereigenschaften. Wichtig ist, dass du Holzarten wählst, die auch ohne chemischen Schutz langlebig sind. Lärche oder Douglasie eignen sich hervorragend, da sie von Natur aus widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit sind.
| Bauteil | Material / Maße | Funktion |
|---|---|---|
| Wände & Dach | Massivholz (Lärche/Douglasie), 20mm stark | Isolierung gegen Kälte. |
| Dachabdeckung | Dachpappe oder Zinkblech | Schutz vor Regen und Schnee. |
| Bodenplatte | Nicht zwingend nötig (Kiesbett bevorzugt) | Hygiene (Urin muss abfließen). |
| Eingang | 10 x 10 cm Ausschnitt | Passend für Igel, zu klein für Hunde. |
| Trennwand | Holzbrett für den Innenraum | Bildet den Labyrintheingang (Windfang). |
| Bindemittel | Edelstahlschrauben | Rosten nicht durch die Witterung. |
Eine Steinburg ist die dauerhaftere Lösung und fügt sich oft harmonischer in einen Naturgarten ein. Sie speichert tagsüber Wärme und gibt sie nachts langsam ab.
So baust du die Steinburg:
Ein leeres Haus wird selten angenommen. Der Igel benötigt Material, um sich ein isolierendes Nest zu bauen. Fülle das Haus locker mit geeignetem Material. Vermeide synthetische Stoffe oder Zeitungen, da diese Feuchtigkeit ziehen und schimmeln.
Geeignetes Nistmaterial:
Stelle das Igelhaus an einem regengeschützten Ort auf, idealerweise unter einer Hecke oder einem immergrünen Strauch. Der Eingang sollte zur wetterabgewandten Seite (meist Süd-Ost) zeigen.




Verwende witterungsbeständiges, unbehandeltes Holz wie Lärche, Douglasie oder Eiche. 20mm Wandstärke sorgen für nötige Isolierung. Kein Leimholz (quillt auf).
Der Eingang sollte ca. 10 x 10 cm groß sein. Das ist groß genug für ausgewachsene Igel, aber klein genug, um die meisten Raubtiere abzuhalten.
Der beste Zeitpunkt ist der Spätsommer oder frühe Herbst (September/Oktober), bevor die Igel ihr Winterquartier suchen und mit dem Nestbau beginnen.
Ja, aber nur einmal jährlich im Mai, wenn der Igel ausgezogen ist. Entferne altes Nistmaterial und bürste das Haus heiß aus (keine Chemikalien).
Hauptartikel: Igel im Garten: Anleitung für Lebensraum und Winterquartier
Schlagwörter
Verwandle deinen Garten in ein Igel-Paradies. Erfahre alles über Lebensraum, Gefahrenvermeidung und den Bau eines sicheren Winterquartiers.
VertiefungDu möchtest eine Benjeshecke anlegen? Hier findest du die fachgerechte Anleitung für den Totholz-Wall. Schaffe wertvollen Lebensraum für Igel & Co.
VertiefungBauen Sie eine Igel-Autobahn: Anleitung für den perfekten Igel Durchgang im Zaun (13x13cm). Verbinden Sie Lebensräume und helfen Sie dem Igel.
VertiefungPflanzen für Igel: Mit diesen 7 heimischen Stauden förderst du Käfer und Raupen – die wichtigste Nahrung für Igel. Jetzt ökologisch gärtnern.
VertiefungDu willst Pflanzen für Igel setzen? Entdecke 10 heimische Stauden, die Insekten anlocken und so das natürliche Nahrungsangebot für Igel sichern.
Alle Artendaten stammen aus wissenschaftlichen Quellen (CC BY 4.0 / CC0). Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →