Warum die Haselnuss (Corylus avellana) in jeden Naturgarten gehört: Wichtige erste Pollenquelle für Bienen und Nahrungslieferant für Wildtiere.
Die Gemeine Hasel (Corylus avellana) ist weit mehr als nur ein Lieferant für deinen Weihnachtsteller. In der Ökologie des Naturgartens übernimmt dieser heimische Strauch eine Schlüsselfunktion. Während viele Pflanzen noch im Winterschlaf liegen, sichert die Hasel das Überleben der ersten Insekten.
Wenn du im Februar die gelben „Kätzchen“ am Strauch hängen siehst, betrachtest du die männlichen Blütenstände. Für Honigbienen und früh fliegende Wildbienenarten sind diese Kätzchen oft die einzige verfügbare Proteinquelle (Pollen) in dieser Jahreszeit. Ohne diese Nahrung können Bienenvölker ihre Brut im zeitigen Frühjahr nicht versorgen.
Die unscheinbaren, kleinen roten Fäden, die aus den Knospen ragen, sind die weiblichen Blüten. Aus ihnen entwickeln sich im Laufe des Jahres die nahrhaften Nüsse.
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Blütezeit | Februar – März (vor dem Laubaustrieb) |
| Standort | Sonne bis Halbschatten |
| Boden | Anspruchslos, bevorzugt frische, nährstoffreiche Böden |
| Ökologischer Wert | Extrem hoch (Pollenquelle & Winternahrung) |
| Wuchsform | Vielstämmiger Großstrauch (3–6 Meter hoch) |




Im Herbst wird die Haselnuss zum Superfood für Wildtiere. Der hohe Fett- und Proteingehalt der Nüsse ist essenziell für Eichhörnchen und Vögel wie den Kleiber oder Eichelhäher, um sich Winterspeck anzufressen oder Vorräte anzulegen.
Wichtig: Ein besonders seltener Gast ist die Haselmaus. Sie ist auf strukturreiche Hecken mit Haselbeständen angewiesen. Indem du Haselsträucher pflanzt, schaffst du potenzielle Korridore für dieses gefährdete Säugetier.
Die Haselnuss ist robust und verzeiht viele Standortfehler. Um ihren ökologischen Nutzen zu maximieren, gehe wie folgt vor:
Nutze die Hasel als Teil einer fruchttragenden Wildhecke, kombiniert mit Kornelkirsche oder Schwarzem Holunder, um das Nahrungsangebot über das ganze Jahr zu strecken.
Die Hasel blüht sehr früh, oft schon im Februar oder März, noch bevor die Blätter austreiben.
Ja, sie ist eine der wichtigsten ersten Pollenquellen im Jahr für Honig- und Wildbienen.
Ein ausgewachsener Strauch erreicht meist eine Höhe von 3 bis 6 Metern und wächst vielstämmig.
Sie ist anspruchslos, bevorzugt aber mittelschwere, nährstoffreiche und feuchte Böden.
Eichhörnchen, Haselmäuse, Spechte, Kleiber und Eichelhäher nutzen die Nüsse als energiereiche Nahrung.
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