Verwandle deinen Garten in einen Schmetterlingsmagneten. Erfahre, welche heimischen Pflanzen und Strukturen Falter und Raupen wirklich brauchen.
Ein Garten voller Schmetterlinge ist nicht nur optisch ein Gewinn, sondern ein wichtiger Beitrag zur Biodiversität. Doch viele Gärten bieten zwar bunte Blüten, aber keine Lebensgrundlage für die Tiere. Damit sich Tagpfauenauge, Admiral und Kleiner Fuchs bei dir wohlfühlen, musst du den gesamten Lebenszyklus – vom Ei über die Raupe bis zum Falter – berücksichtigen.
Mit diesen drei wissenschaftlich fundierten Schritten legst du die Basis für einen lebendigen Schmetterlingsgarten.
Viele Zuchtformen aus dem Gartencenter haben gefüllte Blüten. Diese bieten Insekten keinen Nektar. Damit die ausgewachsenen Falter Energie tanken können, musst du auf ungefüllte, heimische Wildstauden setzen. Diese Pflanzen haben sich über Jahrtausende koevolutionär mit unseren Insekten entwickelt.
Setze auf folgende bewährte Nektarlieferanten:
| Pflanze | Besonders attraktiv für | Besonderheit |
|---|---|---|
| Wasserdost | Admiral, Tagpfauenauge | Blüht spät, wichtiger Energiespender vor dem Winter |
| Wiesen-Flockenblume | Diverse Tagfalter | Robuste Wiesenpflanze, reichhaltiges Nektarangebot |
| Wilder Majoran | Kleiner Fuchs, Bläulinge | Dient gleichzeitig als Gewürzpflanze |
Dies ist der Punkt, den die meisten Gärtner vernachlässigen: Keine Raupe, kein Schmetterling. Schmetterlinge sind oft hochspezialisiert und legen ihre Eier nur auf ganz bestimmten Pflanzen ab. Wenn du diese Pflanzen entfernst, vernichtest du die nächste Generation.
Achte darauf, folgende Pflanzen in deinem Garten zu tolerieren oder gezielt anzusiedeln:
Ein "aufgeräumter" Garten ist für Insekten oft eine tödliche Falle. Schmetterlinge benötigen Rückzugsorte für die Verpuppung und die Überwinterung.
So schaffst du die nötige Struktur:




Heimische Wildstauden wie Wasserdost, Wiesen-Flockenblume und Wilder Majoran sind ideal. Sie liefern reichlich Nektar, im Gegensatz zu gefüllten Zuchtblumen.
Brennnesseln sind die exklusive Futterpflanze für die Raupen vieler Tagfalter wie Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs und Admiral. Ohne sie gibt es keinen Nachwuchs.
Sie überwintern als Ei, Raupe, Puppe oder Falter in Laubhaufen, Totholz oder an verblühten Pflanzenstängeln. Daher Stauden erst im Frühjahr schneiden.
Oft fehlen Raupenfutterpflanzen oder es werden sterile Blüten gepflanzt. Auch Pestizideinsatz oder ein zu stark aufgeräumter Garten vertreiben die Falter.
Raupen sind spezialisiert. Neben Brennnesseln sind Pflanzen wie Wiesenknopf, Disteln und verschiedene Gräser und Kleearten essenzielle Futterquellen.
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