Entdecke die Portulak-Keilmelde: Ein faszinierender Halophyt für Küstenstandorte. Infos zu Ökologie, Salz-Strategie und Essbarkeit.
Die Küste ist ein extremer Lebensraum. Nur wenige Pflanzen trotzen Salzgischt, Wind und Gezeiten so elegant wie die Portulak-Keilmelde (Halimione portulacoides, syn. Atriplex portulacoides). Wenn du an der Nordsee spazieren gehst, hast du diesen silbrig-grauen Halbstrauch sicher schon in den Salzwiesen entdeckt. Doch was macht diese Pflanze biologisch so einzigartig und welche Rolle spielt sie für die Biodiversität?
Die Portulak-Keilmelde ist ein sogenannter Halophyt (Salzpflanze). Für die meisten Pflanzen wäre das Salz im Boden tödlich, da es ihnen Wasser entzieht. Halimione portulacoides hat jedoch eine faszinierende Strategie entwickelt:
Diese Anpassung erlaubt es ihr, die obere und mittlere Salzwiese dominierend zu besiedeln und sogar regelmäßige Überflutungen durch Ebbe und Flut zu tolerieren.




Auch wenn die unscheinbaren Blüten (Juli bis September) keinen Nektar für Bienen bieten – da die Pflanze windbestäubt ist –, ist ihr ökologischer Wert immens.
Als bestandsbildende Art strukturiert sie das Deichvorland und bietet Deckung. Zudem ist sie auf spezialisierte Insekten angewiesen:
| Eigenschaft | Detail |
|---|---|
| Botanischer Name | Halimione portulacoides (syn. Atriplex portulacoides) |
| Wuchshöhe | 30 – 80 cm, breit wachsender Halbstrauch |
| Blütezeit | Juli – September (windbestäubt, unscheinbar) |
| Laub | Immergrün, fleischig, silbrig-grau |
| Standort | Volle Sonne, salzhaltige Böden, maritimes Klima |
| Besonderheit | Essbare Blätter (salzig-knackig) |
Die Portulak-Keilmelde ist nicht nur für Insekten interessant, sondern auch für uns. Die fleischigen Blätter sind essbar. Sie besitzen eine knackige Konsistenz und einen natürlich salzigen Geschmack. Du kannst sie roh als salzige Komponente im Salat nutzen oder kurz blanchieren. Achte beim Wildsammeln aber zwingend auf Naturschutzgebiete – dort ist das Pflücken tabu!
Eine Warnung vorweg: Die Portulak-Keilmelde ist keine Pflanze für den klassischen Binnengarten. Sie benötigt das raue Küstenklima.
Im Inland kümmert die Pflanze oft, da ihr der physiologische Reiz des Salzes und die spezifische Luftfeuchtigkeit fehlen.
Ja, die fleischigen Blätter sind essbar. Sie schmecken angenehm salzig und knackig. Man kann sie roh essen oder kurz andünsten.
Meistens nicht dauerhaft. Sie benötigt salzhaltige Böden und maritimes Klima. Im Binnenland ohne Salzeintrag verliert sie oft ihre Vitalität.
Nein, sie ist windbestäubt und produziert keinen Nektar. Sie ist jedoch wichtig für spezialisierte Käfer und Wanzen der Salzwiesen.
Sie lagert Salz in speziellen Blasenhaaren auf den Blättern ein. Diese platzen oder fallen ab, wodurch die Pflanze das Salz wieder ausscheidet.
Die Blütezeit liegt zwischen Juli und September. Die Blüten sind gelblich-grün und eher unscheinbar, da sie nicht auf Insektenanlockung ausgelegt sind.
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