Feuerwanzen sind keine Schädlinge! Erfahre, warum die rot-schwarzen Insekten nützlich für dein Ökosystem sind und wie du sie im Garten richtig behandelst.
Sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen den Garten erreichen, sammeln sie sich oft in großen Gruppen an Hauswänden oder auf sonnenexponierten Pflanzen wie der Purpurglöckchen (Heuchera): die Gemeine Feuerwanze (Pyrrhocoris apterus). Trotz ihrer auffälligen Warnfarbe sind sie im Garten absolut willkommen.
Entgegen vieler Mythen sind Feuerwanzen keine Pflanzenschädlinge. Sie besitzen zwar einen Saugrüssel, nutzen diesen aber primär, um abgefallene Samen (besonders von Linden oder Malvengewächsen) oder tote Insekten auszusaugen.
Feuerwanzen übernehmen im Garten wichtige Funktionen im Stoffkreislauf:
| Merkmal | Feuerwanze | Lilienhähnchen (Schädling) |
|---|---|---|
| Körperform | Flach, schildartig | Käferförmig, gewölbt |
| Farbe | Rot-Schwarz gemustert | Knallrot, Kopf/Beine schwarz |
| Verhalten | Gesellig in Gruppen | Meist einzeln auf Lilien |
| Nahrung | Samen, tote Insekten, Läuse | Frisst aktiv Blätter |




Du hast vielleicht bemerkt, dass Feuerwanzen kaum Fressfeinde haben. Das liegt an ihren Stinkdrüsen. Bei Bedrohung sondern sie ein Sekret ab, das unangenehm riecht und Vögel oder andere Räuber abschreckt. Für dich als Gärtner bedeutet das: Beobachte die faszinierende Versammlung, aber vermeide es, die Tiere zu drücken oder grob zu entfernen.
Wenn du eine Ansammlung in deinem Garten entdeckst, ist die beste Strategie: Gar nichts tun.
Abschließend lässt sich sagen: Die Feuerwanze ist ein friedlicher Mitbewohner, der durch seine Funktion als „Gesundheitspolizei“ einen wertvollen Beitrag zu deinem naturnahen Garten leistet.
Nein, Feuerwanzen sind völlig harmlos. Sie beißen und stechen nicht. Lediglich ihr Abwehrsekret kann unangenehm riechen, ist aber nicht giftig.
Nein, sie ernähren sich primär von Pflanzensamen (Linden, Malven) und toten Insekten. Gesunde Gartenpflanzen werden durch sie nicht geschädigt.
Das ist ein soziales Verhalten zur Thermoregulation und zum Schutz. Gemeinsam können sie Wärme besser speichern und Fressfeinde effektiver abschrecken.
Ihre Hauptnahrung sind herabgefallene Linden- und Malvensamen. Sie verschmähen aber auch Blattläuse, Milben und tote Insekten nicht.
Ein Entfernen ist meist unnötig. Falls sie stören, kannst du sie vorsichtig mit einem Besen aufkehren und an einen anderen Ort im Garten bringen.
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