Verlängere die Blühsaison: Bergaster, Taubenscabiose & Oregano bieten Wildbienen im September lebenswichtige Nahrung. Jetzt pflanzen!
Im Spätsommer neigt sich das Blütenangebot vielerorts dem Ende zu. Doch genau jetzt benötigen Wildbienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen dringend energiereiche Nahrung. Sie müssen Reserven für die Überwinterung aufbauen oder – bei sozialen Insekten – die letzten Brutzyklen versorgen.
Ein ökologisch wertvoller Garten darf im September nicht "leerlaufen". Mit gezielter Pflanzung heimischer Arten schließt du diese Trachtlücke. Hier sind drei Pflanzen, die nicht nur optisch Struktur bringen, sondern einen echten ökologischen Mehrwert bieten.
Das Wichtigste in Kürze
- Trachtlücke schließen: Viele Bestäuber finden im Spätsommer kaum noch Nahrung; heimische Spätblüher sind jetzt essenziell.
- Ökologischer Fokus: Bergaster, Taubenscabiose und Oregano bieten hohen Nektar- und Pollenwert.
- Heimisch statt Exotisch: Heimische Wildpflanzen sind an unsere Insektenwelt angepasst und daher deutlich wertvoller als reine Zuchtformen.
Die Bergaster, auch Kalk-Aster genannt, ist eine der wertvollsten Spätblüherinnen in unserer Flora. Während viele andere Astern-Arten aus Nordamerika stammen, ist Aster amellus bei uns heimisch und damit perfekt auf unsere Insektenwelt abgestimmt.
Diese Pflanze ist ein echter Dauerläufer. Wenn du die verblühten Stängel regelmäßig entfernst, blüht die Taubenscabiose oft von Juni bis zum ersten Frost. Ihre filigranen Blütenköpfe sind wie Magnete für eine Vielzahl von Insekten.
Auch bekannt als Wilder Dost. Viele kennen ihn nur als Gewürz auf der Pizza, doch im Garten ist er ein absolutes Insektenparadies. Wenn du ihn blühen lässt, statt ihn komplett für die Küche zu ernten, wirst du ein Summen und Brummen erleben, das seinesgleichen sucht.
Damit du den richtigen Platz in deinem Garten findest, hier die wichtigsten Daten im Überblick:
| Pflanze | Botanischer Name | Blütezeit | Standort | Bodenanspruch |
|---|---|---|---|---|
| Bergaster | Aster amellus | Aug – Okt | Vollsonne | Kalkhaltig, trocken, nährstoffarm |
| Taubenscabiose | Scabiosa columbaria | Juni – Okt | Vollsonne | Durchlässig, mager, basenreich |
| Oregano | Origanum vulgare | Juli – Sept | Sonne | Trocken, anspruchslos |
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Um den ökologischen Nutzen zu maximieren, beachte folgende Schritte bei der Pflanzung:
Im Spätsommer herrscht oft Nahrungsmangel. Insekten benötigen jetzt dringend Nektar und Pollen, um Reserven für die Überwinterung aufzubauen.
Die Bergaster (Aster amellus) benötigt einen vollsonnigen Standort mit trockenem, kalkhaltigem und eher nährstoffarmem Boden. Staunässe verträgt sie nicht.
Ja, Oregano (Wilder Dost) ist eine Top-Nektarquelle. Er zieht zahlreiche Wildbienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen magisch an.
Sie ist eine Dauerblüherin. Von Juni bis oft in den Oktober hinein liefert sie Nahrung, besonders wenn Verblühtes entfernt wird.
Ja, alle drei (Bergaster, Taubenscabiose, Oregano) sind heimische Stauden und in unseren Breiten absolut winterhart.
Nein. Lasse die Stängel über den Winter stehen. Sie dienen Insekten als Winterquartier und Vögeln als Futterquelle.
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