Erfahre alles über Urgesteinsmehl im Naturgarten: Dosierung, Wirkung und warum es für Bodenleben und Ökologie unverzichtbar ist. Jetzt Boden natürlich verbessern!
Ein gesunder Naturgarten beginnt nicht bei der Blüte, sondern im Verborgenen – tief in der Erde. Wer auf chemische Dünger verzichtet und die heimische Biodiversität fördern will, kommt an einem Hilfsmittel nicht vorbei: Urgesteinsmehl. Dieses feine Gesteinspulver ist kein Dünger im klassischen Sinne, sondern ein Remineralisator. Es füllt die Depots des Bodens auf, die durch Auswaschung und Pflanzenwachstum geleert wurden.
Urgesteinsmehl besteht meist aus Basalt oder Diabas. Diese Gesteine enthalten Silikate, Magnesium, Eisen und eine Vielzahl an Spurenelementen. Im Naturgarten steht die Ökologie vor der Optik. Wir wollen keine „toten“ Vorzeigegärten, sondern lebendige Ökosysteme.
So wirkt das Mehl auf das Ökosystem:
Nicht jedes Gesteinsmehl passt zu jedem Boden. Je nach Ausgangsgestein variiert der pH-Wert.
| Merkmal | Basaltmehl | Diabasmehl |
|---|---|---|
| pH-Wert | Eher sauer bis neutral | Eher basisch (alkalisch) |
| Haupteinsatz | Kalkhaltige Böden, Moorbeetpflanzen | Saure Böden, Gemüsegarten |
| Besonderheit | Hoher Kieselsäuregehalt | Reich an Magnesium und Calcium |
| Wirkung | Langsam und nachhaltig | Fördert schnelle Bodenbelebung |
Die Anwendung ist denkbar einfach, sollte aber mit Bedacht erfolgen. Staubentwicklung ist beim Ausbringen normal, daher ist ein windstiller Tag ideal.
Dosierungsempfehlungen:
Besonders effektiv ist der Einsatz im Frühjahr. Es passt perfekt in deinen Kompost veredeln & Pflanzen retten: Dein Maßnahmenplan für den März. Wer seinen Kompost bereits beim Aufsetzen mit Gesteinsmehl bestreut, unterbindet unangenehme Gerüche und fixiert Stickstoff. Das macht den späteren Humus zu einem echten Power-Paket für Starkzehrer.
In einem Naturgarten verzichten wir konsequent auf Torf und mineralische Kunstdünger. Urgesteinsmehl ist ein reines Naturprodukt, das oft als Nebenprodukt in Steinbrüchen anfällt. Es belastet das Grundwasser nicht. Im Gegenteil: Es hilft, Nährstoffe im Boden zu halten, anstatt sie auszuwaschen.
Durch die Stärkung heimischer Pflanzen schaffen wir eine stabile Basis für Insekten. Eine robuste Wildrose, die durch Kieselsäure gestärkt wurde, bietet Schmetterlingsraupen Nahrung, ohne bei der kleinsten Stresssituation einzugehen. Ökologie bedeutet Kreislaufwirtschaft – und Urgesteinsmehl ist das Schmiermittel für diesen Kreislauf.
Einmal jährlich im Frühjahr reicht meist aus. Bei sehr sandigen Böden oder stark zehrenden Gemüsepflanzen kann eine zweite Gabe im Spätsommer die Bodenstruktur nachhaltig verbessern.
Eine extreme Überdosierung kann den pH-Wert des Bodens zu stark beeinflussen. Halte dich an die Empfehlung von maximal 200g pro m², um das natürliche Gleichgewicht nicht zu stören.
Nein, es ist ein reines Naturprodukt. Da es mechanisch wirkt und keine Nervengifte enthält, ist es für Nützlinge wie Bienen, Igel und Erdkröten im Naturgarten absolut unbedenklich.
Nur bedingt. Diabasmehl enthält zwar Calcium, wirkt aber langsamer als reiner Gartenkalk. Es dient eher der langfristigen Mineralisierung als der schnellen pH-Wert-Anhebung.
Hauptartikel: Kompost veredeln & Pflanzen retten: Dein Maßnahmenplan für den März




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