Lerne Tagpfauenauge, Admiral und Kleinen Fuchs kennen. Erfahre, warum Brennnesseln und Fallobst essenziell für diese heimischen Bestäuber sind.
Vielleicht sind sie dir schon begegnet, während sie lautlos durch deinen Garten segeln: heimische Schmetterlinge. Doch kennst du den Unterschied zwischen einem Admiral und einem Kleinen Fuchs? Und weißt du, warum eine „unordentliche“ Ecke im Garten über Leben und Tod dieser Insekten entscheiden kann?
In diesem Artikel stellen wir dir drei weit verbreitete Arten vor und zeigen dir, wie du deinen Garten in ein echtes Schmetterlingsparadies verwandelst. Dabei gilt: Ökologie geht vor Optik.
Um Schmetterlinge effektiv zu schützen, musst du wissen, wer in deinem Garten lebt und was diese Arten benötigen. Hier sind drei Klassiker, die du leicht erkennen kannst.
Dieser Falter ist wohl der bekannteste heimische Schmetterling. Seine charakteristischen Augenflecken auf den rotbraunen Flügeln dienen der Abschreckung von Fressfeinden. Wenn er die Flügel zusammenklappt, sieht er jedoch aus wie ein welkes Blatt – eine perfekte Tarnung.
Der Öko-Faktor: Seine Raupen sind Nahrungsspezialisten. Sie leben gesellig fast ausschließlich auf der Großen Brennnessel (Urtica dioica). Wer Brennnesseln konsequent jätet, entzieht diesem Falter die Lebensgrundlage.
Der Admiral ist ein beeindruckender Wanderfalter mit samtig schwarzen Flügeln und roter Binde. Er besucht uns oft erst im Laufe des Sommers in größerer Zahl, wenn er aus dem Süden einwandert.
Der Öko-Faktor: Im Spätsommer benötigt er viel Energie für die Rückreise oder die (immer häufiger vorkommende) Überwinterung hier. Er liebt wilde Kräuter wie den Wasserdost und sitzt gerne auf gärendem Fallobst, um Zucker aufzunehmen.
Ein knalliger Hingucker in Orange mit schwarz-gelbem Muster und blauem Saum. Er gehört zu den ersten Boten des Frühlings, da er als fertiger Falter überwintert.
Der Öko-Faktor: Damit er den Winter übersteht, braucht er frostfreie, trockene Verstecke. Dein Laubhaufen oder ein Holzstapel sind dafür ideal.




| Schmetterlingsart | Merkmal | Raupenfutter | Wichtige Struktur |
|---|---|---|---|
| Tagpfauenauge | Große Augenflecken | Brennnesseln | Wilde Ecken |
| Admiral | Schwarz mit roter Binde | Brennnesseln | Fallobst, Wasserdost |
| Kleiner Fuchs | Orange mit blauem Saum | Brennnesseln | Laubhaufen (Winter) |
Ein Naturgarten für Schmetterlinge entsteht nicht durch teure Insektenhotels, sondern durch das Zulassen von natürlichen Strukturen. Folge diesen drei Schritten, um die Biodiversität direkt zu fördern:
Lasse Brennnesseln stehen Wähle eine sonnige Ecke in deinem Garten und erkläre sie zur „Wildnis-Zone“. Dort dürfen Brennnesseln wuchern. Sie sind die Kinderstube für Tagpfauenauge, Kleinen Fuchs und Admiral. Ohne Raupenfutter gibt es keine Schmetterlinge.
Biete Energie im Spätsommer Wenn das übliche Blütenangebot schwindet, brauchen Falter Zucker. Pflanze späte Blüher wie Wasserdost (Eupatorium cannabinum) oder Efeu. Lasse zudem Fallobst liegen. Besonders der Admiral nutzt den Saft von Pflaumen oder Äpfeln als Kraftstoff.
Schaffe Winterquartiere Räume deinen Garten im Herbst nicht besenrein auf. Der Kleine Fuchs überwintert als Falter (Imago). Er sucht Schutz in hohlen Bäumen, Schuppen, aber auch in Laubhaufen und Reisigstapeln. Wenn du diese Strukturen entfernst, vernichtest du die nächste Generation.
Beobachte genau: Wenn du diese Maßnahmen umsetzt, wirst du staunen, wie schnell sich diese fliegenden Edelsteine in deinem Garten einfinden.
Die Raupen sind spezialisiert und ernähren sich fast ausschließlich von der Großen Brennnessel. Lasse daher sonnige Bestände dieser Pflanze im Garten stehen.
Der Kleine Fuchs überwintert als ausgewachsener Falter in geschützten Hohlräumen, Reisighaufen, Laubhaufen, Kellern oder kühlen Gartenschuppen.
Im Spätsommer benötigt der Admiral viel Energie. Der zuckerhaltige Saft von gärendem Fallobst (z.B. Pflaumen) ist eine wichtige Nahrungsquelle für ihn.
Ja, absolut. Brennnesseln sind die wichtigste Raupenfutterpflanze für viele heimische Arten, darunter Tagpfauenauge, Admiral und Kleiner Fuchs.
Spätblühende heimische Wildstauden wie der Wasserdost oder Efeu sind essenziell, da sie Nektar bieten, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind.
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