Der Mai ist entscheidend für Biodiversität. Erfahre, warum Kahlstellen, Totholz und Sumpfbeete jetzt wichtig sind und wie du deinen Naturgarten optimierst.
Der Mai markiert im Naturgarten oft den Höhepunkt der Wachstumsphase. Die Vegetation verdichtet sich, und ökologische Nischen werden von Insekten besiedelt. In diesem Artikel analysieren wir die aktuellen Veränderungen im Gartenjahr 2025 und leiten daraus konkrete Handlungsanweisungen für deinen eigenen Garten ab.
Ein häufiges Missverständnis ist, dass verblühte Stauden im Frühjahr sofort bodeneben abgeschnitten werden müssen. Aus ökologischer Sicht ist das kontraproduktiv.
Viele Wildbienenarten und andere Insekten nutzen markhaltige oder hohle Pflanzenstängel zur Eiablage. Zudem überwintern Larven in diesen Strukturen. Wenn du diese Stängel im Mai noch stehen lässt oder gezielt als vertikale Strukturen („Insektenhotels“) im Beet belässt, förderst du aktiv die Population.
So gehst du vor:




Ein lückenloser Rasen ist in der konventionellen Gärtnerei das Ziel, im Naturgarten jedoch eine ökologische Wüste. Im Video zeige ich, warum gerade die Kahlstellen in der Wiese so wichtig sind.
Der Vergleich von Anfang bis Ende April zeigt, wie dynamisch sich Feuchtbiotope entwickeln. Ein Sumpfbeet puffert Wasser und ermöglicht die Ansiedlung von Spezialisten wie der Sumpf-Dotterblume oder verschiedenen Seggen-Arten.
| Merkmal | Klassisches Beet | Sumpfbeet |
|---|---|---|
| Wasserverfügbarkeit | Abhängig von Niederschlag/Gießen | Konstante Feuchtigkeit durch Speicher |
| Pflanzenauswahl | Trockenheitsverträgliche Arten | Feuchtigkeitsliebende Spezialisten |
| Ökologischer Nutzen | Nektar/Pollen | Tränke, Laichplatz, Kühlung |
| Pflegeaufwand | Mäßig bis Hoch (Gießen) | Gering (sofern Speicher gefüllt) |
Um die Widerstandsfähigkeit deiner Pflanzen gegenüber den zunehmend trockenen Sommern zu erhöhen, ist ein gesundes Wurzelsystem entscheidend. Mein selbst entwickelter Wurzelaktivator setzt genau hier an: Er fördert das Feinwurzelwachstum, was die Nährstoff- und Wasseraufnahme optimiert.
Auch auf dem Dach lässt sich Biodiversität fördern. Eine extensive Dachbegrünung mit heimischen Wildblumen schafft Trittsteinbiotope für Insekten, die im städtischen Raum sonst keine Nahrung finden.
Ein Naturgarten im Mai muss nicht „perfekt“ aufgeräumt sein. Die Ästhetik liegt in der Funktion. Jede Kahlstelle, jeder vertrocknete Stängel und jedes Stück Totholz erfüllt eine spezifische Aufgabe im Ökosystem. Beobachte diese Prozesse genau – es lohnt sich.
Hohle und markhaltige Stängel dienen Wildbienen als Niströhren und Insektenlarven als Überwinterungsquartier. Ein Rückschnitt würde die Brut vernichten.
Offene Bodenstellen erwärmen sich schneller als bewachsene Flächen. Schmetterlinge nutzen diese Wärmeinseln, um ihre Körpertemperatur zu regulieren.
Er stimuliert das Wachstum der Feinwurzeln. Das verbessert die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen und macht Pflanzen resistenter gegen Trockenstress.
Ideal sind trockenheitsresistente, heimische Wildblumen und Sedum-Arten, die wenig Substrat benötigen und Insekten Nahrung bieten.
Totholz ist Lebensraum, Nahrungsquelle und Versteck für unzählige Arten, von spezialisierten Käfern und Pilzen bis hin zu Igeln und Amphibien.
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